Im MDR ist vor Kurzem ein Beitrag in der Sendereihe „echt“ über Höhlenrettung erschienen.
Riesending in GEO
Ein spannender Bericht über die Rettung aus dem Riesending vor fünf Jahren ist im aktuellen GEO zu finden.
https://www.geo.de/magazine/geo-magazin/35924-geo-nr-07-2019-die-rettung
Höhlenretter üben im Bielatal
Im Bielatal in der Sächsischen Schweiz übten die Höhlenrettungsgruppen Deutschlands an diesem Wochenende für den Ernstfall: Eine junge Höhlenforscherin war bis in die hinteren Teile der Wohlrabhöhle geklettert, konnte dann aber den Aufstieg aus eigener Kraft nicht bewältigen. Bei ihren Versuchen, den 25 cm schmalen Kamin hinaufzuklettern verletzte sie sich an der Hand und musste schließlich entkräftet aufgeben. Außerdem wurde ein junger Mann vermisst, der am Vortag eine Höhlentour durchs Bielatal unternommen hatte, aber bis zum nächsten Morgen nicht wieder in seiner Pension aufgetaucht war.
Zu Hilfe kamen insgesamt 32 Höhlenretter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen. Zunächst galt es die Vermissten zu finden. Bei den über 30 Höhlen im Bielatal war das keine leichte Aufgabe. Schließlich sind die meisten Höhleneingänge nur kleine Spalten im Fels.
Zur Koordinierung des Großeinsatzes wurde eine mobile Einsatzleitung eingerichtet und die Höhlenretter in Suchtrupps organisiert.
Bereits nach kurzer Zeit wurden die Höhlenforscherin und ihr Begleiter in der Wohlrabhöhle entdeckt. Auch der zweite Vermisste wurde wenig später in der Tiefen Höhle gefunden. Er hatte sich bei einem Absturz in den „Buchraum“ schwer verletzt. Die Enge der Höhle und die Schwere der Verletzungen erforderten den Einsatz von Spezialtragen. An den besonders verwinkelten Engstellen kam das KED Rettungskorsett zum Einsatz. Der Patient musste in den Schächten mit Hilfe von Flaschenzügen in senkrechter Lage heraufgezogen werden. Als Verankerung dienten dabei die, extra für den Einsatz im Sandstein modifizierten, Schwerlast-Spreizanker der Höhlenrettung Sachsen. Nach insgesamt 5 Stunden konnte der Patient die Höhle verlassen.
Auch die Rettung aus der Wohlrabhöhle erforderte den vollen Einsatz der Retter. Die Herausforderung:
Nur besonders schlanke Höhlenretter konnten die Patientin erreichen. Der Einsatz von Trage, Gurten und Sicherungsmaterial ist in den tiefen Teilen der Höhle aufgrund der Enge nicht möglich. Mit großem körperlichem Einsatz halfen die Retter der Höhlenforscherin durch den engen Kamin nach oben. Trotz verletzter Hand konnte sie bei ihrer Rettung noch aktiv mithelfen und zumindest die Gehstrecken selbstständig zu Fuß zurücklegen. Dennoch war an den zahlreichen leichten Kletterstellen noch einmal der Einsatz von Seil und Flaschenzug nötig. Während die Patientin noch in der Höhle medizinisch versorgt wurde, bauten die Höhlenretter am Einstiegsschacht bereits ein Zugsystem auf. Mit der Gegengewicht-Methode wurde die Patientin schließlich im 30m-Schacht nach oben gezogen und konnte die Höhle 8 Stunden nach der Alarmierung der Rettungskräfte verlassen.
Weil das gemeinsame Üben der Retter aus ganz Deutschland und der daraus resultierende Erfahrungsaustauschsehr wichtig und wertvoll sind, haben sich die Höhlenrettungsgruppen im Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD) zusammengeschlossen. Nationale Großübungen wie diese finden im Rhythmus von zwei Jahren an jeweils unterschiedlichen Übungsorten statt. Höhlenrettungseinsätze erfordern häufig großen materiellen und personellen Aufwand, weshalb die einzelnen Gruppen im Fall einer überregionalen Alarmierung gut zusammenarbeiten müssen.
Die Höhlenrettung Sachsen konnte die Übung in „ihrem“ Einsatzgebiet als Erfolg verbuchen. Die Zusammenarbeit zwischen den Gruppen funktionierte reibungslos. Etwas mehr „Man-Power“ hätte man sich an der einen oder anderen Stelle gewünscht. Letztendlich war eine Erkenntnis der Übung, dass auch die sächsischen „Kleinhöhlen“ den erfahrenen Höhlenretter an körperliche Grenzen bringen können. Geschafft aber glücklich konnten alle Retter und „Patienten“ am Abend die Höhlen verlassen und den Tag beim gemeinsamen Grillen ausklingen lassen.
Ein großes Dankeschön geht an die Höhlenrettung Sachsen als Organisatoren der Übung, an alle Helfer und Mimen, den Landesverband der Bergwacht Sachsen für logistische und finanzielle Unterstützung, an den HRVD und den SBB, sowie an den DRK-Kreisverband Sebnitz und Lichtenauer Mineralquellen für finanzielle und materielle Unterstützung.
Erfolgreicher Abschluss
Drei Höhlenretter der Höhlenrettung Nordrhein-Westfalen aus Hemer und ein Kollege der Höhlenrettung Thüringen aus Nordhausen legten diesen Sonntag (10. Juni 2018) erfolgreich Ihre Prüfung zum Höhlenretter nach HRVD ab. In zwei Kursteilen hatten Sie zuvor Ihre Basisausbildung zum Höhlenretter bei Funis erhalten.
Ohne eine einzigen Patzer konnten alle Prüflinge durch ihre Leistung überzeugen. Aus Hessen und Südbayern waren Prüfer angereist, da beide Gruppen noch nicht über eigene Prüfer verfügen.
Wir freuen uns über weitere vier geprüfte Höhlenretter in Deutschland!
Rettungseinsatz Gustav-Jakobs-Höhle (Grabenstetten, Baden-Württemberg)
Eine Schulklasse war von Lehrern durch die Höhle geführt worden, vor dem engen Ausgang blieb ein korpulenter Schüler stecken.
Die ersten beiden am Unfallort eintreffenden Höhlenretter konnten den im Schluf festklemmenden Jugendlichen zusammen mit Mitgliedern der Bergwacht befreien. Als weitere Verstärkung der Höhlenrettung eintraf, wurde der Gerettete in der Trage bereits von der Bergwacht den Steilhang heraufgezogen. Die auf der Anfahrt befindlichen Kräfte konnten kurz nach 17 Uhr die Anfahrt stoppen.
Auf der Abschlussbesprechung wurde die gute Zusammenarbeit von Bergwacht, Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Höhlenrettung sehr gelobt!Vielen Dank an die Helfer, die in der Höhle im Einsatz, an der Oberfläche, auf der Anfahrt oder Zuhause in Bereitschaft/am Telefon waren!
Dank auch an die Feuerwehr Reutlingen für den Transport des Rettungsmaterials.Matthias Leyk, Einsatzleiter
Jahrestreffen des HRVD
Vergangenen Samstag waren wieder einmal Vertreter der deutschen Höhlenrettungsgruppen aus ganz Deutschland nach Oberfranken gereist. Der Rettungsreferent führte durch eine volle Angenda.
Zu Anfang berichteten die Anwesenden gegenseitig über Ereignisse und Entwicklungen des vergangenen Jahres. Dabei gab es erfreulicherweise nur von einem Einsatz zur Menschenrettung aus einer deutschen Höhle zu berichten. Ausbildungen, Rettungsübungen und viel Hintergrundarbeit hielten die Teams einsatzklar.
Neu im Kreis konnten wir die Fachgruppe Höhlenrettung der Freiwilligen Feuerwehr Breitscheid (Lahn-Dill-Kreis, Hessen) begrüßen.
Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene in ECRA und bei der FSE wurde ausführlich besprochen, wie auch Themen rund um Alarmierung, Ausbildung und Weiterentwicklung der medizinischen Standards für die Höhlenrettung.
Erfreulicherweise konnte die Entwicklung eines neuen Standards für die Telefonie bei Höhlenrettungseinsätzen nach zwei Jahren abgeschlossen werden. In Bälde steht allen mitarbeitenden Organisationen dann einen entsprechende Dokumentation zur Verfügung.
Björn Wegen, Uwe Drewianka und Nils Bräunig stehen auch weiterhin auf einstimmigen Wunsch der HRVD-Gruppe als Sprecherkreis für Anfragen und die interne Organisation des HRVD zur Verfügung.
In 2017 wird es mehrere Prüfungen zum Höhlenretter nach HRVD geben.
Die nationale Rettungsübung 2018 wird voraussichtlich in Sachsen stattfinden.
Familien wegen Hochwasser im Lamprechtsofen eingeschlossen
Nationale Untertagerettungsübung
14.06.2015 Einsatz Falkensteiner Höhle
An diesem Sonntag wurde die Malteser Höhlenrettung über die Höhlenrettung Baden-Württemberg zu einem Einsatz in der Falkensteiner Höhle gerufen. Dort war ein 60-jähriger Mann bei einer geführten Höhlentour ausgerutscht und hatte sich dabei den Arm gebrochen. Aber er hatte Glück im Unglück. Zum gleichen Zeitpunkt waren Höhlenretter der Höhlenrettung Baden-Württemberg zu einem Rettungstraining in der Höhle unterwegs und stolperten auf ihrem Rückweg zum Ausgang buchstäblich über den Patieten und so ging das Rettungstraining gleich in einen Rettungseinsatz über.
Die starken Schmerzen machten es dem Verunfallten unmöglich, die vor ihm liegende, enge Kletterpassage zur Reutlinger Halle selbstständig zu überwinden. Warm eingepackt in einem Wärmezelt überbrückten die Höhlenretter die Zeit bis zum Eintreffen eines Arztes. Nachdem dieser eine Schmerzbehandlung durchgeführt hatte, konnte der Patient mit Hilfe einer Trage über ein Flaschenzugsystem in die Reutlinger Halle gebracht werden. Eine weitere Herausforderung stellte der 1. Siphon dar, ein Höhlenabschnitt der auf wenigen Metern ganzjährig bis auf einen kleinen Luftspalt mit Wasser gefüllt ist. Mit einem Tauchgerät ausgestattet und unter Begleitung von Tauchern wurde der Verletzte mit der Trage durch den Siphon gezogen. Auch dies funktionierte problemlos und nach weiteren 400 m unwegsamer Gangstrecke konnte der Patient kurz vor Mitternacht am Höhlenportal der Falkensteiner Höhle der Bergwacht übergeben werden.
Beteiligt waren rund 33 Höhlenretter aus den Reihen der Malteser Höhlenrettung und der Höhlenrettung Baden-Württemberg die bei solchen Einsätzen Hand-in-Hand zusammenarbeiten. Der Dank gilt auch den vielen Helfern von Polizei, Roten Kreuz, Bergwacht und Feuerwehr, die alle zu der erfolgreichen Rettungsaktion beigetragen haben.
Foto: Huber
Adventhöhle im Müllnerhörndl
Die Chiemgauer Höhlenretter wünschen euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr… und, wie schon Karl Valentin sagte: „Nach der staadn Zeit werd´s wieda ruhiger.“
Passend dazu ein Filmchen aus der Adventhöhle von unserem Fotografen Markus Leitner, der uns immer wieder mal begleitet und dann auch tolle Bilder liefert. Eine Weihnachtshöhle suchen wir noch?!





























