12-Meter-Sturz bei Burggaillenreuth/Wiesenttal

Autor: Fränkischer Tag, Nils Bräunig    12. Juli 2011    © HRVD 2011

Am Montagmittag ereignete sich in Windischgaillenreuth ein Kletterunfall, bei dem ein 63-jähriger Mann schwere Verletzungen erlitt.

Vermutlich löste sich beim Abseilen in der Kappshöhle aus unbekannten Gründen eine Verbindung, die der Kletterer aus dem Gemeindebereich Gößweinstein selbst angebracht hatte. Er stürzte rund zehn bis 12 Meter in die Tiefe. Zur Bergung des Verletzten waren die Bergwacht Forchheim, die Höhlenrettung Bamberg und Sanitätskräfte vor Ort.

Der Verunfallte war ein bekannter, älterer Höhlenforscher aus der Gegend mit viel Höhlenerfahrung. Er war allein auf Höhlentour und hatte sein Seil mit einer Seilschlinge an einem Punkt der über dem Schacht befindlichen Eisenkonstruktion befestigt. Nach wenigen Abseilmetern löste sich diese Befestigung und er stürzte, von den Schachtwänden des kleinräumigen Schachts gebremst ca. 10m in die Tiefe. Dieses Abbremesen und sein Helm haben ihn vermutlich vor Schlimmerem bewahrt. Mit starken Schmerzen, aber keinen sensorischen oder motorischen Ausfällen wurde er nach der zügigen Bergung durch Einsatzkräfte (größtenteils Höhlenretter) der Bergwachten Forchheim, Bamberg und Bayreuth dem Rettungsdienst / Notarzt übergeben.