Einsatz im östlichen Kernbergschacht (Harz) am 23.4.2011

Autor: Nils Bräunig    23. April 2011    © HRVD 2011

Querschnitt östlicher Kernbergschacht

Gegen 00:20 Uhr wurde der Feuerwehr Einsatz- und Rettungsleitstelle Osterode in einem Waldgebiet am Iberg (Bad Grund) ein Unglück im östlichen Kernbergschacht (Kat. Nr. 4127/005) gemeldet. Ein Mitglied einer aus vier Personen bestehenden Klettergruppe war beim Aufstieg aus einem ca. 45 Meter tiefen Schacht abgestürzt.

Der 48-jährige Mann aus Wolfsburg war in dem senkrechten, in Einstiegsbereich sehr engen Schacht (hervorgerufen durch den Einbau einer Tragbühne mit einem Gitter) aus bisher ungeklärter Ursache beim Aufstieg ca. 10 Meter in die Tiefe gestürzt. Die zuerst alarmierte Feuerwehr Bad Grund forderte umgehend die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld zur Unterstützung an. Die Feuerwehr Clausthal-Zellefeld unterhält seit einigen Jahren eine Fachgruppe SRHT (Spezielles Retten aus Höhen und Tiefen). Die zu rettende Person erlitt eine Frakturen an den Beinen sowie ein Schädel-Hirn-Trauma. Der Patient wurde nach der Rettung durch die Höhenrettungsgruppe Clausthal-Zellerfeld, die aus Feuerwehr- und Bergwachteinsatzkräften besteht, in ein Krankenhaus gebracht und befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Die Höhenretter benötigten für die Rettung des Verletzten nach Eintreffen vor Ort ca. zweieinhalb Stunden. Ein Rettungsassistent und Höhenretter seilte sich zum Patienten ab, versorgte diesen in Absprache mit einem Notarzt mit Schmerzmitteln und packte ihn anschließend in eine Skedco-Trage.

Zur Ermittlung der Unfallursache laufen derzeit noch Ermittlungen. Unklar ist bislang auch, aus welchen Gründen sich die vierköpfige Klettergruppe in der Karfreitagnacht in der Höhle befand. Der Eingang war mit einem Gitterrost gesichert. Die Verunfallte trug keinen Helm.

Presseberichte:

DRK Clausthal-Zellerfeld
Goslarsche Zeitung
Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld
Newsclick
Polizeibericht Northeim-Osterode

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