Bericht zur VdHK-Hauptversammlung in Rauenstein Mai 2009 für den Zeitraum 2008/2009
Referentenarbeit
Es gab Anfragen zu Unfallzahlen und -historie in Deutschland, sowie bzgl. Der Mitarbeit in örtlichen Höhlenrettungen. Allen Anfragenden konnte weitergeholfen werden.
Der Referent war beratend bei der rettungstechnischen Ausstattung der neuen Schauhöhle „Herbstlabyrinth“ tätig.
Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD)
Das Prüfungswesen wurde installiert. Dafür fanden insgesamt drei Prüfungen statt: Zum Einen wurden 14 Prüfer aus den unterschiedlichen Mitgliedsgruppen geschult und geprüft. Zum Anderen gab es zwei Prüfungen zum Höhlenretter nach HRVD. Bei allen Prüfungen konnten die Teilnehmer erfolgreich abschließen.
Im Rahmen der diesjährigen HV wurde ein gut besuchter Erste-Hilfe-Kurs angeboten.
ArGe Karstkunde Harz
Einsätze: keine
Im Juni 2008 wurde ein Rettungswochenende in Eddigehause durchgeführt, innerhalb dessen Einseiltechnik geübt wurde und zwei kleine Rettungsübungen stattfanden.
Höhlenrettung Thüringen
Einsätze: Eine Voralarmierung für eine Vermisstensuche im Karstgebiet bei Pennewitz. Hierfür wurde ein Einsatztrupp bereitgestellt. Person wurde aufgefunden, ohne dass die Höhlenrettung benötigt wurde.
Im Rahmen von 4 Ausbildungen und zwei Rettungsübungen fand auch eine gemeinsame Ausbildung mit der Berufsfeuerwehr Erfurt an einer Windkraftanlage statt. Eine 14tägige Bergwachtausbildung ergänzte das Programm. Zur Zeit sind 10 Höhlenretter ausgebildet und einsatzklar.
Die Vorbereitungen für die nationale Rettungsübung im Herbst in Thüringen laufen.
Höhlenrettung Sachsen
Einsätze: Im Bielatal (Sächsische Schweiz) konnte durch die Höhlenrettung ein eingeklemmter Student aus einer Höhle befreit werden. Bei diesem nächtlichen Einsatz war die Erweiterung der Engstelle mit Hammer und Meißel notwendig.
Es fanden drei medizinische Schulungen, sowie drei technische Übungen in der sächsischen Schweiz bzw. im Steinbruch statt.
Höhlenrettung in Bayern
Für ganz Bayern wurde ein neues Rettungsdienstgesetz verabschiedet. In diesem ist dank der Arbeit der Höhlenrettung nun erstmals Höhlenrettung explizit und als Aufgabe der Bergwacht verankert. Somit stehen nun ersten Mal Finanzmittel gezielt für Höhlenrettung zur Verfügung. Im Rahmen der Neustrukturierung des Bergrettungswesens werden nun in Nord- und Südbayern Höhlenrettungswachen mit entsprechender Ausrüstung und geschulten Höhlenrettern aufgebaut.
Höhlenrettung Südbayern
Einsätze: keine
Das umfangreiche Ausbildungsprogramm enthielt unter Anderem technische und medizinische Höhlenrettungsausbildungen, Bergwachtausbildungen, die Ausrichtung des internationalen Treffens der Höhlenrettungen im Alpenraum und eine Übung der Taucher.
Höhlenrettung Nordbayern
Einsätze:
- 23. Mai 2008 Wundershöhle: Ein Jugendlicher war in eine abwärtsführende, enge Röhre eingeklemmt. Nach Entfernen einer Felsnase konnte dieser mit Seilunterstützung geborgen werden. Der Einsatz dauerte ab Alarmierung drei Stunden.
- 20. Juli 2008 Alfelder Windloch: Eine vermisste Person. Bereits während der Alarmierung meldete sich die Person jedoch zurück.
- 6. Oktober 2008 Großmeinfelder Windloch: Eine hilflose Person. Rettung durch Kräfte von Bergwacht, Höhlenrettung und Feuerwehr. Der 28jährige konnte unverletzt nach oben gezogen werden. Da die Befahrung in der Fledermausschutzzeit stattfand erhielt er eine Anzeige vom Eigentümer der Höhle.
Verschiedene Ausbildungen, die Ausrichtung zweier HRVD Veranstaltungen und eine Teilnahme an den Notfallmedizinischen Tagen in Erlangen beschäftigten die Gruppe außerhalb des Einsatzgeschehens.
Das Material für die Kommunikation wurde erweitert.
Höhlenrettung Baden-Württemberg
Einsätze:
- Sommer 2008: Über die Presse erlangte die Gruppe Kenntnis von einer Suchaktion nach einer Touristin auf dem Untersberg-Plateau (Bayrische Alpen). Die Gruppe unterbreitete daraufhin der Polizei ein Hilfeangebot, da etliche Mitglieder dort über Ortskenntnis verfügen. Die Frau wurde glücklicherweise kurz darauf lebend gefunden, so dass die Höhlenrettung nicht zum Einsatz kam.
- Sommer 2008: Angebot an die Polizei Heubach, diese bei der Suche nach einer jungen Frau im Bereich Rosenstein zu unterstützen. Kurz bevor es zu einer Anforderung kam, wurde die Frau lebend gefunden.
Die Rettungsübung in der Falkensteiner Höhle war erfolgreich. 37 Kräfte transportierten im Rahmen der 2tägigen Veranstaltungen incl. Biwak in der Höhle einen Patientendarsteller 1.200m aus der Höhle.
Der Mitgliederstand blieb gleich. Im Schnitt fanden 2 Ausbildungstage pro Monat statt.
Malteser Höhlenrettung
Einsätze: keine
Der regelmäßige Übungsbetrieb beinhaltete auch in 2008 wieder ein 4tägiges Rettungsseminar. Im Rahmen des Seminars wurden neben theoretischen und praktischen Ausbildungen auch Rettungsübungen in Eichbergschacht und Eichberghöhle durchgeführt.
Die Hauptstrecken in Vetterhöhle wurden befahren, um für den Fall der Fälle über die notwendige Ortskenntnis zu verfügen.
Es wurde ein enger Kontakt zu einer Pumpengruppe des Technischen Hilfswerks aufgebaut, mit der in nächster Zeit eine Übung abgehalten werden soll.
Hessen
Es fanden intensive Gespräche statt. Die hessische Gruppe wird in Zukunft im HRVD mitarbeiten und der HRVD wird die Hessen bei der Ausbildung und Ausrüstung unterstützen.

