Bericht zur VdHK-Hauptversammlung in Rauenstein Mai 2009 für den Zeitraum 2008/2009

Nils Bräunig    3. Mai 2009    © HRVD 2009

Referentenarbeit

Es gab Anfragen zu Unfallzahlen und -historie in Deutschland, sowie bzgl. Der Mitarbeit in örtlichen Höhlenrettungen. Allen Anfragenden konnte weitergeholfen werden.

Der Referent war beratend bei der rettungstechnischen Ausstattung der neuen Schauhöhle „Herbstlabyrinth“ tätig.

Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD)

Das Prüfungswesen wurde installiert. Dafür fanden insgesamt drei Prüfungen statt: Zum Einen wurden 14 Prüfer aus den unterschiedlichen Mitgliedsgruppen geschult und geprüft. Zum Anderen gab es zwei Prüfungen zum Höhlenretter nach HRVD. Bei allen Prüfungen konnten die Teilnehmer erfolgreich abschließen.

Im Rahmen der diesjährigen HV wurde ein gut besuchter Erste-Hilfe-Kurs angeboten.

ArGe Karstkunde Harz

Einsätze: keine

Im Juni 2008 wurde ein Rettungswochenende in Eddigehause durchgeführt, innerhalb dessen Einseiltechnik geübt wurde und zwei kleine Rettungsübungen stattfanden.

Höhlenrettung Thüringen

Einsätze: Eine Voralarmierung für eine Vermisstensuche im Karstgebiet bei Pennewitz. Hierfür wurde ein Einsatztrupp bereitgestellt. Person wurde aufgefunden, ohne dass die Höhlenrettung benötigt wurde.

Im Rahmen von 4 Ausbildungen und zwei Rettungsübungen fand auch eine gemeinsame Ausbildung mit der Berufsfeuerwehr Erfurt an einer Windkraftanlage statt. Eine 14tägige Bergwachtausbildung ergänzte das Programm. Zur Zeit sind 10 Höhlenretter ausgebildet und einsatzklar.

Die Vorbereitungen für die nationale Rettungsübung im Herbst in Thüringen laufen.

Höhlenrettung Sachsen

Einsätze: Im Bielatal (Sächsische Schweiz) konnte durch die Höhlenrettung ein eingeklemmter Student aus einer Höhle befreit werden. Bei diesem nächtlichen Einsatz war die Erweiterung der Engstelle mit Hammer und Meißel notwendig.

Es fanden drei medizinische Schulungen, sowie drei technische Übungen in der sächsischen Schweiz bzw. im Steinbruch statt.

Höhlenrettung in Bayern

Für ganz Bayern wurde ein neues Rettungsdienstgesetz verabschiedet. In diesem ist dank der Arbeit der Höhlenrettung nun erstmals Höhlenrettung explizit und als Aufgabe der Bergwacht verankert. Somit stehen nun ersten Mal Finanzmittel gezielt für Höhlenrettung zur Verfügung. Im Rahmen der Neustrukturierung des Bergrettungswesens werden nun in Nord- und Südbayern Höhlenrettungswachen mit entsprechender Ausrüstung und geschulten Höhlenrettern aufgebaut.

Höhlenrettung Südbayern

Einsätze: keine

Das umfangreiche Ausbildungsprogramm enthielt unter Anderem technische und medizinische Höhlenrettungsausbildungen, Bergwachtausbildungen, die Ausrichtung des internationalen Treffens der Höhlenrettungen im Alpenraum und eine Übung der Taucher.

Höhlenrettung Nordbayern

Einsätze:

Verschiedene Ausbildungen, die Ausrichtung zweier HRVD Veranstaltungen und eine Teilnahme an den Notfallmedizinischen Tagen in Erlangen beschäftigten die Gruppe außerhalb des Einsatzgeschehens.

Das Material für die Kommunikation wurde erweitert.

Höhlenrettung Baden-Württemberg

Einsätze:

Die Rettungsübung in der Falkensteiner Höhle war erfolgreich. 37 Kräfte transportierten im Rahmen der 2tägigen Veranstaltungen incl. Biwak in der Höhle einen Patientendarsteller 1.200m aus der Höhle.

Der Mitgliederstand blieb gleich. Im Schnitt fanden 2 Ausbildungstage pro Monat statt.

Malteser Höhlenrettung

Einsätze: keine

Der regelmäßige Übungsbetrieb beinhaltete auch in 2008 wieder ein 4tägiges Rettungsseminar. Im Rahmen des Seminars wurden neben theoretischen und praktischen Ausbildungen auch Rettungsübungen in Eichbergschacht und Eichberghöhle durchgeführt.

Die Hauptstrecken in Vetterhöhle wurden befahren, um für den Fall der Fälle über die notwendige Ortskenntnis zu verfügen.

Es wurde ein enger Kontakt zu einer Pumpengruppe des Technischen Hilfswerks aufgebaut, mit der in nächster Zeit eine Übung abgehalten werden soll.

Hessen

Es fanden intensive Gespräche statt. Die hessische Gruppe wird in Zukunft im HRVD mitarbeiten und der HRVD wird die Hessen bei der Ausbildung und Ausrüstung unterstützen.

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